Wasch mich, aber mach mich nicht nass! Warum Therapie auch Ihre Mitarbeit braucht

Vor Kurzem brachten Eltern ihr Kind zu mir in die Praxis. Wir haben uns Zeit genommen, ich habe zugehört, nachgefragt und schließlich einen Therapievorschlag gemacht. Und dann habe ich gespürt, wie die Eltern innerlich einen Schritt zurückgingen. In ihren Gesichtern stand die Frage: „Was kommt da jetzt alles auf uns zu?“ Diese Begegnung hat mich nachdenklich gemacht. Und sie hat mich an ein altes Sprichwort erinnert: „Wasch mich, aber mach mich nicht nass.“

Was bedeutet es, eine Therapie zu beginnen?

Wenn Sie sich oder Ihr Kind zu einer Therapie anmelden, gehen Sie einen wichtigen Schritt. Hilfe annehmen ist immer eine Stärke. Gleichzeitig bedeutet dieser Schritt auch, dass Arbeit auf Sie zukommen kann. Geht es um ein Kind, sind vor allem Sie als Eltern gefragt. Sie begleiten den Alltag und setzen Veränderungen zu Hause um.

Woran dürfen Sie arbeiten?

Wenn ich im Rahmen der Therapie etwas verordne, ist es notwendig, dass es auch regelmäßig eingenommen wird und nicht nach zwei Tagen in Vergessenheit gerät.

 

In der Regel geht es aber darüber hinaus. Oft darf der Lebenswandel überdacht werden. Wie viel Stress steckt in Ihrem Alltag? Gibt es bei der Ernährung Optimierungsbedarf? Kommen Bewegung und frische Luft zu kurz? Und gibt es im Zusammenspiel mit Familie und Freunden oder in Arbeit und Schule Themen, an denen Sie etwas zu tun haben?

Ist das nicht alles viel zu viel?

Ich verstehe gut, wenn Sie das erst einmal erschlägt. Viele Menschen, insbesondere Eltern, haben einen vollen Kalender und wenig Kraft übrig. Und jetzt soll sich auch noch so vieles ändern? Das Gefühl, überrannt zu werden, ist menschlich!

 

Dabei müssen Sie nicht alles auf einmal angehen. Wir schauen gemeinsam, wo der erste Schritt liegt und was wirklich in Ihren Alltag passt. Wir fangen klein an und justieren nach, wenn etwas nicht gleich klappt.

Wo bleibt das Wunder?

Ich verstehe auch den Wunsch, in die Praxis zu kommen, und danach ist alles anders. Ein „Wunder“ geschieht bei mir jedoch nicht. Veränderung braucht Zeit und Dranbleiben. Wer gewaschen werden möchte, wird dabei eben auch ein bisschen nass.

Das Schöne daran ist, dass Sie häufig mehr Einfluss auf Ihre gesundheitliche Entwicklung und die Ihres Kindes haben, als Sie denken.

Was dürfen Sie von mir erwarten?

Bei dieser Arbeit unterstütze ich Sie. Man muss einfach dranbleiben. Dafür bin ich da.

 

Sie fragen sich, ob meine Begleitung zu Ihnen oder Ihrem Kind passt? Dann lade ich Sie zu einem kostenlosen Erstgespräch ein. In 15 Minuten am Telefon lernen wir uns kennen, und Sie entscheiden in Ruhe, ob Sie den nächsten Schritt gehen möchten. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.