Warum Menschen mit ADS/ADHS häufiger unter emotionaler Instabilität leiden

Ein Blick auf die körperlichen Ursachen und naturheilkundliche Lösungsansätze

Als Heilpraktikerin mit dem Schwerpunkt auf ADS/ADHS wird mir in meiner Praxis immer wieder eine zentrale Frage gestellt: Warum neigen Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit- oder Hyperaktivitätsstörung so häufig zu starken, plötzlichen und oft schwer kontrollierbaren Emotionen?

Hinter diesen Reaktionen steckt weit mehr als „ein empfindliches Nervenkostüm“. Tatsächlich lässt sich die emotionale Instabilität bei AD(H)S-Betroffenen auf gut erforschte neurobiologische Prozesse zurückführen. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung aus der ganzheitlichen Praxis, dass durch gezielte naturheilkundliche Unterstützung wieder mehr innere Balance möglich ist.

Die neurobiologischen Grundlagen emotionaler Reizbarkeit bei AD(H)S

Emotionale Instabilität ist keine Charakterschwäche – sie ist Ausdruck eines körperlichen Ungleichgewichts, das sich insbesondere in der Gehirnchemie und im Nervensystem widerspiegelt.

  1. Dysregulation der Neurotransmitter

Im Mittelpunkt steht ein Ungleichgewicht der Botenstoffe, insbesondere:

  • Dopamin – wichtig für Motivation, Belohnungsverarbeitung und Impulskontrolle
  • Noradrenalin – zentral für Aufmerksamkeit und Stressregulation
  • Serotonin – beeinflusst Stimmung, Schlaf und emotionale Ausgeglichenheit

Bei AD(H)S ist die Signalübertragung dieser Neurotransmitter im Frontalhirn (v.a. präfrontaler Cortex) beeinträchtigt – jenem Hirnareal, das für die Selbststeuerung zuständig ist. Das bedeutet: Emotionale Reize werden stärker empfunden, schwanken schneller und lassen sich weniger gut regulieren.

  1. Überreaktives Stresssystem

AD(H)S-Betroffene zeigen häufig eine erhöhte Reagibilität der HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse). Diese reguliert die Ausschüttung von Cortisol, unserem zentralen Stresshormon.

Ist dieses System dauerhaft überreizt, kommt es zu:

  • Schlafstörungen
  • innerer Unruhe
  • Gereiztheit
  • verminderter Stresstoleranz
  1. Nährstoffmangel und Stoffwechselbesonderheiten

In meiner Praxis sehe ich häufig, dass ADS/ADHS-Betroffene unter funktionellen Mängeln leiden, die die emotionale Stabilität zusätzlich beeinträchtigen. Besonders relevant sind:

  • Magnesium – für Nervenreizleitung und Entspannung
  • Zink & Vitamin B6 – beteiligt an der Dopaminsynthese
  • Omega-3-Fettsäuren – wichtig für die neuronale Signalübertragung
  • HPU (Hämopyrrollaktamurie) – eine Stoffwechselstörung, die zu erhöhtem Verlust von Zink und B6 führt

Diese Defizite können die neurochemische Dysbalance verstärken – und damit auch die emotionale Labilität.

Wie die Naturheilkunde zur Stabilisierung beitragen kann

Die gute Nachricht: Das Gehirn ist plastisch. Und unser Körper verfügt über Selbstregulationskräfte – wenn wir ihn gezielt unterstützen. In der naturheilkundlichen Behandlung von AD(H)S kommen dabei verschiedene Ansätze in Betracht. Gerne gebe ich Ihnen hier zwei Beispiele:

  • Nahrungsergänzungsmittel können insbesondere bestehende Stoffwechselstörungen verändern und auch die Neurotransmission unterstützen. Hilfreich ist vorab immer eine ergänzende Labordiagnostik, um gezielt Mängel herauszufinden.
  • Eine gesunde Darmflora beeinflusst nicht nur maßgeblich die Stimmung, sondern ist essenziell für die Nährstoffaufnahme und damit die Versorgung im Körper.

Der Körper im Ungleichgewicht

Emotionale Instabilität bei ADS oder ADHS ist kein Zeichen von „Schwäche“, sondern Ausdruck eines komplexen körperlich-chemischen Ungleichgewichts. Dieses kann jedoch durch individuell abgestimmte naturheilkundliche Maßnahmen sanft und wirksam beeinflusst werden.

Wenn Sie oder Ihr Kind unter starker Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder Überforderungsreaktionen leiden, lohnt es sich, nach den körperlichen Ursachen zu forschen – und dabei nicht nur das Gehirn, sondern den ganzen Menschen in den Blick zu nehmen. Als erfahrene Heilpraktikerin mit Spezialisierung auf AD(H)S begleite ich Sie gerne dabei.

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