Beruhigung eines ADS/ADHS Kindes

Eltern von ADS/ADHS betroffenen Kindern fragen mich in der Praxis immer wieder mal nach Tipps zum Umgang mit ihrem Kind. Ein zentrales Thema ist da häufig die Beruhigung des Kindes, wenn Situationen „aus dem Ruder gelaufen sind“. In einer kleinen Blogreihe gehe ich auf diese Fragestellungen genauer ein. In diesem ersten Artikel geht es um die Fragestellung: „Wie reagiere ich richtig? Was tun, wenn es schon zu spät ist? Wenn die Situation bereits eskaliert ist.

Wie bleiben Sie selbst ruhig?

Der Ratschlag gilt – Ruhe bewahren. Aber einfacher gesagt als getan! Stimmt. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Ihnen das mal besser und schlechter gelingt, ist aber wesentlich. Sie sind der Fels in der Brandung für Ihr Kind! Ihre Emotion hat viel damit zu tun, was passiert!

Ihre Emotionen haben viel mit der Eskalation zu tun

Fühlen sie sich vielleicht selbst getriggert? Verstehen Sie, warum es darum geht, dass Sie etwas ändern müssen, damit die Situation entschärft wird? Wenn Sie sich selbst nicht regulieren können, wie soll das dann bei jemand anderem funktionieren?

Es geht schlichtweg darum, dass Ihre Emotion (und vielleicht auch Ihre Reaktion) Ihr Kind verunsichert. Durch die Unsicherheit reagiert es extremer. Es weiß auch nicht, ob das, was es spürt, mit ihm zu tun hat oder nicht. Vielleicht hatten Sie einen schlechten Tag und ein Gespräch mit Ihrem Chef rumort noch in Ihnen.

Was sagen oder tun Sie, um die Situation nicht weiter anzuheizen?

Bleiben Sie ruhig. Akzeptieren Sie den Ausbruch Ihres Kindes, der ist nun mal da. Versuchen Sie sich in die Lage Ihres Kindes zu versetzen und Verständnis für die emotionale Reaktion zu bekommen. Und artikulieren Sie dies gegenüber Ihrem Kind. „Ich sehe, dass macht dich wütend.“ Holen Sie Ihr Kind da ab wo es steht. Nämlich in der Emotion und nicht mit einer Lösung!

Beruhigung entsteht auf Augenhöhe

Wenn sich Ihr Kind verstanden fühlt ist das ein positives Feedback. Wenn Sie „dagegenreden“, z.B. mit Aussagen wie „Das ist doch nicht so schlimm“ oder „Deswegen brauchst Du doch nicht weinen“ versteht Ihr Kind, dass seine Gefühle falsch sind. Gefühle sind nicht falsch, sie sind da und haben ihre Berechtigung. Die Reaktion auf Gefühle kann unterschiedlich sein und das kann gelernt werden. Das ist aber ein Unterschied. Beruhigen lässt sich Ihr Kind, wenn es sich verstanden fühlt, und das ist vor der Lösungssuche die erste Aufgabe, die Sie als Eltern haben!

Mein Therapieangebot

Ich behandle in meiner Praxis Kinder und Erwachsene ganzheitlich zum Schwerpunkt ADS/ADHS sowie allgemeine Konzentrationsschwierigkeiten. Infomieren Sie sich gerne auf meiner Homepage über meine Arbeitsweise und nutzen meine Angebote wie die Emailserien oder auch das Selbstlernvideo. Gerne spreche ich bei einem ersten kostenfreien Telefonat (15-Minuten, buchbar über die Homepage) mit Ihnen zu Ihren Fragen.

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