Prävention im Alltag mit ADS/ADHS Kindern

Als Eltern von ADS/ADHS betroffenen Kindern kennen Sie nur zu gut, wie schnell alltägliche Situationen eskalieren können. Da mir viele Eltern davon berichten und nach Lösungen fragen, gehe ich in diesem Blogartikel der Frage nach, wie Prävention im Alltag unterstützen kann.

Wodurch entstehen Eskalationen und Ausbrüche?

Im Rahmen meiner Blogartikel habe ich bereits darübergeschrieben, was Reizüberflutung konkret ist und welchen Einfluss sie hat. Insbesondere ADS/ADHS betroffene Menschen sind stress-sensibel und reagieren viel feinfühliger auf die vielen alltäglichen Reize. Die vielen Eindrücke führen zu einer „emotionalen Überforderungs-Situation“, die ADS/ADHS Kinder meist auch gar nicht selbst benennen können. Sie spüren einfach nur „da ist etwas zu viel“. Unsicherheit entsteht, die Emotionen können nicht mehr kompensiert werden und werden „massiv herausgelassen“.

Blick auf das Nervensystem

Die vielen Reize des Alltags werden im Gehirn verarbeitet. Das sogenannte Frontalhirn hat hier eine wesentliche Aufgabe. Die Sinneseindrücke werden dort „gefiltert und sortiert“, dann werden ggf. Handlungen dazu „abgeleitet“. Bei ADS/ADHS betroffenen Menschen kommt es in diesem Bereich zu einer Art Überlastung, da der „Filterprozess“ anders funktioniert. Lesen Sie auch gerne meinen Blogartikel zum Thema Reizüberflutung dazu.

Was hilft dem Nervensystem?

Wenn verstanden ist, dass die Reizüberflutung ein häufiger Auslöser für Eskalationen bei Kindern mit ADS/ADHS ist, wird auch klar, dass genau dort angesetzt werden kann: Reize reduzieren. Berechtigterweise schauen mich Eltern in meiner Praxis dann immer mit sehr großen Augen an. Ja, die vielen Einflüsse von außen können nur teilweise eingegrenzt werden. Aber genau da, wo Sie mit Ihrem Kind ansetzen können, setzen Sie auch bitte an!

Ziel: Struktur und Routine aufbauen

In meinem Blogartikel zu Strukturplänen habe ich schon erklärt: „Menschen mit ADS/ADHS brauchen Struktur, um weniger Reize wahrzunehmen und so entspannter durch den Alltag zu gehen“. Strukturen im Alltag bringen Routine. Routine bedeutet immer eine Form von Sicherheit und Klarheit. ADS/ADHS betroffene Kinder erhalten damit einen Anker im Alltag und genau das ist der hilfreiche Aspekt.

Raus aus dem Überlastungsmodus

Der Weg zu Routinen wird -wenn Sie gerade erst damit anfangen – etwas steinig sein. Denn gerade Kinder mit ADS/ADHS können sprunghaft sein und gehen ihren Ideen immer gleich nach. Für Sie als Eltern kann es eine enorme Herausforderung darstellen, Ihr Kind an diese Routinen zu gewöhnen. Deshalb empfehle ich in meiner Praxis auch immer in kleinen Schritten vorzugehen und nicht immer gleich riesige Pläne aufzustellen. Sie haben deutlich mehr davon, wenn Sie Schritt für Schritt vorgehen, aber eben konsequent.

Mein Therapieangebot

Wenn Sie darüber hinaus wissen möchten, was Sie für das Nervensystem Ihres Kindes noch tun können, informieren Sie sich gerne auf meiner Homepage. Ich arbeite zum Schwerpunkt ADS/ADHS und biete eine kostenfreie Emailserie, einen Selbstlernkurs für Eltern sowie kostenfreie Erstgespräche (Telefonat 15 Minuten) für Ihre Fragen.

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