Trigger in der Kindererziehung

Ihr Kind schreit wieder rum und Sie als Elternteil schreien dann doch irgendwann zurück? Kennen Sie das? Die Situation ist eskaliert, obwohl Sie das gar nicht wollten. Wahrscheinlich hat das Kind einen Trigger getroffen. Was genau steckt dahinter? In diesem Blogbeitrag erläutere ich die Zusammenhänge.

Typische Situationen im Alltag mit Kindern

Irgendetwas ärgert das Kind, macht es wütend und es beginnt zu schreien. Das ist eine typische Situation, ob Kleinkind, Schulkind oder auch im Teenageralter. Genau in diesen Situationen werden häufig Trigger bei den Eltern getroffen. Ich höre diese oder ähnliche Erziehungssituationen immer wieder von Eltern in der Praxis. „Ich muss mich wehren gegenüber dem Kind. Ich kann mich doch hier nicht anschreien lassen.“ So beschrieb es mal ein Vater. Dabei wird das Kind aber völlig falsch verstanden und die Situation missinterpretiert.

Was genau passiert in einer Trigger-Situation eigentlich?

Wenn ein Mensch getriggert wird, laufen im Unterbewusstsein automatische Prozesse ab. Z.B. kann es sein, dass sich ein Elternteil durch die Lautstärke des Kindes ganz klein fühlt und den Eindruck hat, sich selbst wehren zu müssen. Für Eltern fühlt sich das manchmal wie eine „Kampfsituation“ an.

Emotionalität steht im Vordergrund

Das, was passiert, lenkt von der eigentlichen Situation ab. Inhaltlich hat das Zurückschreien des Elternteils nichts mit dem emotionalen Ausbruch des Kindes zu tun. Das Elternteil wird eben auch emotional. Sie als Eltern sind nicht mehr sachlich, wenn sie zurück schreien. Die Perspektive des Kindes kann überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden.

Und dadurch eskalieren diese Situationen. Einfach viel zu häufig. Die Erziehungssituationen können nicht gelöst werden. Als Eltern fragen Sie sich im Nachhinein, was genau kann ich besser machen.

Was kann denn nun helfen?

Im Grunde genommen ist es wichtig in den Situationen zu erkennen, dass Sie emotional reagiert haben. Sie dürfen sich eingestehen, dass wahrscheinlich ein Trigger getroffen wurde. Das ist menschlich!

Sich kurz etwas Zeit zu nehmen und durchzuatmen ist sinnvoll. Klären Sie bei 3-4 Atemzügen, ob Sie gerade noch bei Ihrem Kind in der Kindererziehungssituation sind oder emotional woanders. Anschließend kehren Sie gedanklich bewusst wieder in das Jetzt und widmen sich sachlich Ihrem Kind.

So können Eltern an ihren Triggern arbeiten

Wollen Sie gelassener im Erziehungsalltag werden? In meinem Elterntraining bespreche ich die Triggerarbeit intensiv. Der Videokurs kann auch für Eltern die sich in schwierigen Kindererziehungssituationen befinden, sehr hilfreich sein.

Mein Therapieangebot

In meiner Praxis behandle ich Kinder und Erwachsene zu den Schwerpunkten ADS/ADHS, Konzentrationsschwierigkeiten, Darmgesundheit und Infektanfälligkeit. Schauen Sie sich auch gerne auf meiner Homepage um und lesen die Blogbeiträge zum Thema Erziehung. Ich biete ein kostenfreies Erstgespräch (15-minütiges Telefonat) für Ihre Fragen an.

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